Unsere virtuelle WERTstatt

WILLKOMMEN IN UNSERER VIRTUELLEN WERTSTATT!

Hier sprechen wir über Werte in einer Zuwanderungsgesellschaft: digital und zugänglich für alle.


Welche Werte treiben euch an? Was bedeuten Zusammenhalt, Demokratie und Chancengleichheit für Deutschland als Zuwanderungsland? Welche Grundsätze sind unerlässlich für unser Zusammenleben?

In 4 virtuellen Paneldiskussionen sprechen unsere WertebotschafterInnen 60 Minuten lang live mit euch über diese Fragen.

In den WERTstätten bringen wir Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zusammen. Im Mittelpunkt unserer Online-Veranstaltungen: Begegnungen auf Augenhöhe, spannende Debatten, Verständnis und Empathie. Das Tolle ist: Jede/r kann mitreden! Wir sprechen gemeinsam darüber, wie sich unsere Werte durch Migration verändern, wie wir Herausforderungen angehen, Integration gestalten und gesellschaftlichen Zusammenhalt leben können. Denn die Vielfaltsgesellschaft ist für uns schon lange der Way of Life!

Die WERTstatt ist ein digitaler Safe Space. Teilnehmen kann jede und jeder – unabhängig von Alter oder Hintergrund. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.

Das Format wurde von GermanDream entwickelt und wird durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.

 

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Die WERTcasts

 

Ihr wollt euch vorab zu den WERTstatt-Themen informieren?
Vor jeder WERTstatt stellen wir euch Podcasts, den sogenannten WERTcasts, zur Verfügung. Der WERTcast ist ein Interview-Podcast mit unterschiedlichen Gästen und dient als Einführung und Hintergrundinformation zur aktuellen WERTstatt.

Im Anschluss an jede WERTstatt finde ihr im Downloadbereich auch Begleitmaterialien, wie Factsheets mit Literaturempfehlungen.

Alle Materialien sind kostenlos.

 

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WERTstatt #1:

Resilienz und Werte in einer Zuwanderungsgesellschaft?

28. Oktober 2020, Beginn: 15:00 Uhr

 

„Resilienz…

…ist die Widerstandskraft, die uns hilft, Herausforderungen besser zu bewältigen. Doch welche Konflikte ergeben sich in einer Einwanderungsgesellschaft? Wie kann das Kollektiv und jeder Einzelne – ob mit oder ohne Migrationsgeschichte – Resilienz trainieren und mit Problemen, wie Rassismus, umgehen? Kann ein Wertekompass in der sich verändernden Gesellschaft diese Kraft stärken und Orientierung geben? Und muss Deutschland als Einwanderungsland gar seinen ganzen Wertekanon anpassen?“

Darüber diskutiert ihr mit:

Moritz Hopf ist in Berlin Köpenick zur Schule gegangen, hat diese gerade mit dem Abitur beendet und macht nun ein freiwilliges soziales Jahr. Wir haben ihn bei einem Event zum Thema „American vs. German Dream“ in der amerikanischen Botschaft kennengelernt. Dort hat er durch so tolle Redebeiträge auf sich aufmerksam gemacht, dass unsere Gründerin Düzen Tekkal ihm just ein ganzes Kapitel in ihrem Buch gewidmet hat.

Magdalena Rogl ist ein starkes Vorbild für alle, die ihre Träume verwirklichen möchten: Der alleinerziehenden Mutter und Kinderpflegerin gelang nach einem Online-Studium der Quereinstieg in die Digitalbranche – heute ist sie Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland.

Auf seinem Instagram-Channel bezeichnet sich Dr. Danyal Bayaz als Alman, Feminist & Son of Heidelberg. Dort ist er als Kind einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters aufgewachsen. Für Heidelberg und seine Partei Bündnis 90/Die Grünen sitzt er seit 2017 im Deutschen Bundestag. Promoviert hat Danyal zu den Finanzmärkten, darum ist gerade besonders aktiv in der Aufklärung des WireCard-Skandals.

Düzen Tekkal wuchs als Kind jesidisch-kurdischer Eltern gemeinsam mit 11 Geschwistern in Hannover auf. Die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin studierte Literatur- und Politikwissenschaft in Hannover und lebt heute in Berlin. Als Sozialunternehmerin kämpft Düzen mit ihren Initiativen Háwar Help und GermanDream für Menschenrechte und Bildungsgerechtigkeit.

 

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WERTstatt #2:

Freiheit statt Angst – Positionieren statt Radikalisieren

Donnerstag, 26.11.2020 |17:00- 18:30 Uhr

Dürfen wir die Augen verschließen und weitergehen, wenn ein Terrorist in Hanau 9 Menschen mit Migrationsgeschichte kaltblütig ermordet – oder wenn in Frankreich ein Lehrer von islamistischen Attentätern getötet wird?
Nein. Wir müssen die „Pause-Taste“ drücken und überlegen, wie wir als Gemeinschaft mit diesen Taten umgehen. Terror macht Angst. Er bringt uns dazu, unsere Sicherheit und Freiheit gegeneinander abzuwiegeln. Er wird geboren durch Hass auf das Fremde und führt dazu, dass wir uns immer mehr entfremden und in unserem eigenen Hass bestärkt fühlen.

Demokratie lebt davon, dass BürgerInnen sich einbringen, ohne Angst haben zu müssen, Konsequenzen für ihre Sicht der Dinge fürchten zu müssen. Wie können wir also einen offenen und besonnenen Dialog führen? Wie können wir Hassreden eindämmen und gleichzeitig unsere Meinungsfreiheit schützen? Darüber diskutieren wir in unserer zweiten WERTstatt Ende November.

Anmeldung: Das Anmeldeformular findet ihr unten auf der Seite

Darüber diskutiert ihr mit Bahar Aslan, Dalia Grinfeld, Gianni Jovanovic & Burak Yilmaz.

Die Kölnerin Bahar Aslan beschäftigt sich seit ihrem Studium mit dem NSU und rechtem Terror in Deutschland. Den Anschlag in der Keupstraße und die mediale Darstellung der NSU- Mordserie macht sie zum Gegenstand ihrer Staatsprüfung an der Universität zu Köln. Sie ist Mitherausgeberin des Buches „Die haben gedacht wir waren das- MigrantInnen über rechten Terror und Rassismus“, in dem Migrant*innen sich zu den Folgen des rechtsextremen Terrors und den bis heute nachwirkenden Spuren einseitiger polizeilicher Ermittlungsarbeit äußern. In ihren unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern macht sie immer wieder auf die Perspektiven von Betroffenen von rechter Gewalt und Rassismus aufmerksam. Bahar Aslan ist Lehrerin für Englisch und Sozialwissenschaften und arbeitet an einer weiterführenden Schule in NRW

Dalia Grinfeld ist Stellvertretende Direktorin für Europäische Angelegenheiten bei der Anti-Defamation League (ADL). Ihr akademischer Hintergrund sind die Politischen Wissenschaft und Jüdischen Studien, die sie an den Universitäten Heidelberg, Buenos Aires und Herzliya studierte. Darüber hinaus amtierte Dalia Grinfeld zwei Jahre lang als erste gewählte Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD), dessen Gründungsmitglied sie ist. Außerdem ist sie im Vorstand und aktiv in diversen NGO’s in den Bereichen Frauen Empowerment, LGBTIQ-Rechte und innovative Demokratie. Zudem ist sie ständiges Mitglied im Expertinnenkreis Antisemitismus des Berliner Senates. Sie hat einen multikulturellen Familienhintergrund und spricht fließend Deutsch, Englisch, Hebräisch, Russisch und Spanisch. Wenn sie sich nicht den oberen Dingen gewidmet ist, liest sie wahrscheinlich ein Buch über Verhaltenspsychologie in einem der vielen Cafés, die sie gerne weltweit entdeckt.

Die Vergangenheit von Gianni Jovanovic ist geprägt von Diskriminierung, Abschiebung, Angst und Gewalt, aber auch von Hoffnung und Unterstützung. Weil er das Kind einer Roma-Familie ist, begegnet er immer wieder unzähligen Vorurteilen.
Als Teenager wurde, er von seiner Familie mit 14 verheiratet. Im Alter von 17 war er bereits zweifacher Vater. Dass er sich etwa zehn Jahre später als homosexuell outete, war ein Tabubruch und stürzte seine Familie in eine Krise. „ Mein Outing war der wichtigste und beste Schritt meines Lebens“, sagt er heute. Inzwischen ist das Multitalent, glücklicher Vater – und sogar zweifacher Großvater. Liebe und Geborgenheit findet er in der langjährigen Beziehung mit seinem Mann Paul.
Jetzt will der 41-Jährige anderen Menschen auf ihrem Lebensweg Mut machen. Seid 2015 rief er die Initiative „Queer Roma“ ins Leben.. „Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender oder queer-orientierte Menschen gibt es auch unter Roma und Sinti. Wir sind keine Minderheit. Sondern eine kleine Mehrheit. Eine kleine Mehrheit, die es verdient gesehen, gehört und anerkannt zu werden“, sagt Gianni Jovanovic. Seine Überzeugung: „Unabhängig von Herkunft oder sexueller Orientierung muss jeder frei und ohne Angst leben können.

Burak Yilmaz ist lebt als selbstständiger Pädagoge in Duisburg. In Düsseldorf und Bochum studierte er Anglistik und Germanistik. Im Projekt „Junge Muslime in Auschwitz“ bildet er jugendliche Multiplikatoren zum Thema Antisemitismus, Erinnerungskultur und Rassismus aus. Er leitet die Theatergruppe „Die Blickwandler“, die nach einer gemeinsamen Fahrt nach Auschwitz das Stück „Benjamin und Muhammed“ geschrieben haben. Seit 2018 touren sie mit ihrem Stück durch Schulen und Theaterhäuser in ganz Deutschland. Davon berichtet er auch in seinen Wertedialogen. Burak setzt sich für eine geschlechtergerechte Gesellschaft und eine lebendige Erinnerungskultur in Deutschland ein. Für sein Engagement bekam Yilmaz im Dezember 2018 vom Bundespräsidenten persönlich das Bundesverdienstkreuz verliehen.

 

WERTstatt #3:

 

Januar 2021

Für das Zusammenleben in unserer demokratischen Einwanderungsgesellschaft ist es essentiell, dass sich alle BürgerInnen und Bevölkerungsruppen gleichermaßen einbringen. Menschen mit Migrationshintergrund machen einen erheblichen Teil unserer Gemeinschaft aus – wieso sind sie also politisch dennoch unterrepräsentiert? Wo liegen strukturelle Hürden? Und wie kann man ihre politische Partizipation fördern? Über diese integrations- und demokratierelevanten Fragen diskutiert ihr mit: 

WERTstatt #4:

#Angekommen – Was ist aus den Geflüchteten aus 2015 geworden?

Februar 2021

In den Jahren 2015 und 2016 kamen über eine Million Schutzsuchende nach Deutschland – darunter vor allem Kriegsflüchtlinge aus Syrien und dem Irak. Die Aufnahme und Integration hunderttausender Geflüchteter war eine der wohl größten Herausforderungen, mit denen sich nicht nur Deutschland, sondern alle europäischen Staaten in den letzten Jahrzehnten konfrontiert sahen. Was ist aus den vielen Menschen geworden, die zu uns kamen? Wenn wir auf die letzten Jahre zurückblicken – können wir behaupten: „Ja, wir haben es geschafft?“ Mit dabei sind:

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